Olivenernte und Ölgewinnung

Aktualisiert: 10. Jan.


Früh am Morgen beginnt die Olivenernte. Es ist eine mühsame und anstrengende Arbeit. Dieses Jahr hat Aldo Rota mit seinem Team die Olivenernte übernommen.


Als erstes werden jeweils unter einem Baum die Netze ausgelegt. Das machen die beiden rechts.


Zwei Mann machen nichts anderes als mit einem Rührstab die Oliven zu ernten. Erstens kosten die Dinger richtig Geld (ab 2.000 € aufwärts) und zweitens ist es extrem kräfteraubend. Meine Frau hat es versucht und war nach 5 Minuten am Ende ihrer Kräfte.


 


Nebenbei: Es sind vor der Ernte bereits Oliven auf den Boden gefallen. Darüber kommt das Netz, d.h. diese Oliven werden nicht verwendet. Nur diese vom Baum.


 

Man kann natürlich auf diese Rühstäbe verzichten so wie wir zuvor. Dann gibt es spezielle Kämme und man muss natürlich auf den Baum klettern zum Ernten. Die Bäume haben dieses Jahr keinerlei Schäden durch die Rührstäbe bekommen und wir werden bei dieser Methode bleiben. 100 Bäume - 2 Tage Ernte mit Rührstäben - 5 Tage Ernte mit dem Kamm.


Das sind die geernteten Oliven. Die beiden Netzausleger sammeln diese ein und verstauen sie in Boxen.


Das sind jetzt die Oliven, die zur Ölmühle gebracht werden. Wir sehen hellgrüne bis zu dunklen. Das ist einfach der Reifegrad zum Zeitpunkt der Ernte. Diese Ernte war am 21. und 22.11.2021. Wähle ich einen früheren Termin, verschiebt sich das Richtung grün. Der Kalabrier bezeichnet dies als picante, wir eher pfeffrig. verschieben wir die Ernte auf später, geht es dunkel zu. Es wurde hier sogar bis Anfang 2022 geerntet. Dieses Olivenöl wird dolce und noch später Olio nero bezeichnet. Dieses Öl ist mild.



 

Jetzt rechnen wir etwas...

100 Olivenbäume. Ernte: 1.800 kg, sprich 18 kg pro Baum. In der Ölmühle hatten wir eine hohe Ausbeute, nämlich 200 Liter. Das entspricht 2 Liter Olivenöl Extra Vergine je Baum.


 

Die Oliven sollten so frisch als möglich gepresst werden. Max. eine Woche Lagerung ist ohne Geschmackseinbuße möglich. Unser Aldo Rota ist eng mit dem Ölmühlenbesitzer befreundet und so kam es, dass nach jedem halben Tag die Ernte in die Ölmühle gefahren wurde und dort sofort gepresst. Wir haben ab dem nächsten Tag insgesamt 4 Chargen nacheinander geholt.


Dies ist die Ölmühle Oleificio le vigne. Im November und Dezember wird geerntet. Alle stehen in kilometerlangen Schlangen zur Abgabe. Jeder will früh drankommen und die Mühlen laufen fast 24 Stunden am Tag. Auch am Wochenende. Ein Hauen und Stechen. Wohl dem, der wie wir über entsprechende Beziehungen verfügt und bevorzugt wird.


Der Zutritt zur Ölmühle ist verboten (Corona?). Wir durften natürlich mit dem Chef rein und uns von der Arbeit überzeugen. Hier stehen wir am Beginn des Prozesses. Die Oliven werden auf dem Transportband zum Waschen und Reinigen gebracht.


Dies ist das Ergebnis der mühevollen Arbeit. Erstklassiges Olivenöl Extra Vergine. Ungefiltert und enthält alle wertvollen Stoffe. Eine einzige Pracht.


Wir füllen das Öl direkt in unsere Edelstahlbehälter.


Dies ist ein 30-Liter-Behälter. Es wird erst bei Bestellung abgefüllt. Durch die Lagerung senken sich die Schwebeteile ab. Ich habe den Begriff "natürliche Filterung" kreiert, denn nach 3 Monaten ist das Öl klar oder nahezu klar. Gewerbliche Anbieter können sich diesen Luxus nicht leisten.


Das ist jetzt das abgefüllte Olivenöl. Wir sind von Flaschen auf diese Blechbehälter umgestiegen aus Gründen des Geschmacks und der Haltbarkeit.


Olivenöl hat 3 Feinde:

- Licht

- Sauerstoff

- Wärme


Diese Behälter sind absolut lichtundurchlässig. Der Verschluss ist ganz toll und lässt keinen Sauerstoff eindringen.


Die ideale Lagertemperatur beträgt 16°. Kälter ist kein Problem. Es kann dann flocken, wird aber bei höherer Temperatur ohne Geschmacksverluste wieder klar. Aber Kühlschrank ist keine gute Idee...



Und jetzt viel Vergnügen mit unserem Olivenöl Extra Vergine !!!

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